Warnung! Schlittenhunde sind Rudeltiere und Laufwunder. Sie werden nicht wegen ihrer Schönheit oder den blauen Augen gezüchtet. Sie brauchen viel Bewegung, spazieren gehen reicht nicht aus! Man tut sich - und vor allem dem Schlittenhund - keinen Gefallen, wenn er nicht artgerecht gehalten wird. Umfangreiche Informationen sollten vor dem Kauf eingeholt werden.
Der Siberian Husky Der Siberian Husky ist wohl der bekannteste Vertreter aller reinrassigen Schlittenhunde und ist auch am weitesten verbreitet. Durch sein elegantes, leichtfüßiges Äußeres, seinem liebevollen, aufgeweckten Wesen und seinen oftmals blauen Augen läuft er leicht Gefahr, als Modehund zu verkommen. Dabei ist er als kleinster und leichtester Schlittenhund ein Vollblutläufer mit einem unbändigen Laufwillen und einer enormen Leistungsfähigkeit. Er ist von allen Schlittenhunden am einfachsten zu halten, sozial gut verträglich, sanft und kinderlieb.Die Schulterhöhe liegt bei ca. 60 Zentimetern, Rüden erreichen ein Gewicht von maximal 30 Kilogramm, eher weniger. Besonders faszinieren seine manchmal blauen Augen und sein schlanker Körperbau. Die Fellfarben reichen von weiß bis schwarz mit weißen Abzeichen und allen dazwischenliegenden Schattierungen (wolfsgrau, braunrot usw.). Bei keinem anderen Schlittenhund gibt es so viele verschiedene Fellfarben.
Der Alaskan Malamute Er ist der größte, schwerste und kräftigste Hund unter den Schlittenhunderassen und wird auch als "Lokomotive des Nordens" bezeichnet. Mit seinen bis zu 50 Kilogramm Lebendgewicht stellt er eine imposante Erscheinung dar, ist aber dem Menschen gegenüber ein freundlicher, verschmuster und zutraulicher Hund. Sein manchmal sehr ausgeprägter Dickschädel verlangt jedoch vom Musher eine starke, konsequente Erziehung, die es schafft, seine immense Kraft unter Kontrolle zu halten.Die Fellfarbe des Alaskan Malamute ist meist wolfsgrau, wobei auch andere Schattierungen vorkommen. Die Schulterhöhe beträgt bei Rüden 63 cm und mehr. Im Rudel achtet er sehr auf eine entsprechende Rangordnung, die notfalls auch mit allen Mitteln verteidigt wird.
Der Samojede Der Samojede gleicht einem zu groß geratenen Spitz. Mit seinem wunderschönen, langen weißen, manchmal bisquitfarbenen Fell und einem "Lächeln im Gesicht", verzaubert er Jung und Alt stets aufs Neue. Leider ist er in den letzten Jahren auf den Rennen immer seltener geworden, obwohl es mit zu den schönsten Anblicken zählt, ein Vierer- oder Sechser-Gespann aus Samojeden über den Trail laufen zu sehen. Besonders diese Rasse wurde nicht nur zum Schlittenziehen sondern auch als Jagdhelfer eingesetzt. Dies führt auch dazu, dass dieser Hund eine für Schlittenhunde ungewöhnlich ausgeprägte Anhänglichkeit gegenüber seinem Besitzer entwickelt.
Die Schulterhöhe schwankt zwischen 50 und 55 Zentimetern. Als Fellfarbe sind nur weiß und bisquit zugelassen. Der Samojede gilt als der Bellfreudigste aller Schlittenhunde.
Der Grönland Hund Wie der Name schon sagt, stammt diese Rasse aus Grönland und wird dort auch heute noch unter ähnlich harten Bedingungen wie in den letzten Jahrhunderten gehalten. Der Grönländer ist auf den heutigen Schlittenhunderennen leider nur noch selten zu sehen, da sich nur wenige Musher mit den sehr schönen, aber eigenwilligen Tieren beschäftigen. Die Haltung ist nicht ganz einfach und es bedarf schon entsprechender Konsequenz und entsprechenden Hundeverstand, um die Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit der Tiere in geordnete Bahnen zu lenken. Die Schulterhöhe der Rüden beträgt rund 60 Zentimeter, als Fellfarbe sind außer Albinos alle Varianten zugelassen.
Am berühmtesten sind wohl die Grönlandhunde auf dem Eigergletscher in der Schweiz. Sie bringen täglich Touristen hinauf zum Jungfraujoch und hatten auch beim Bau der Jungfraubahn maßgeblichen Anteil.
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